Meldungen aus dem Landesverband Bremen

Über das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener!

Vortrag von Dr. Jörg Osterloh vom Fritz Bauer Institut

Foto: Matthias Sobotta

Am 23. Februar 2022 begrüßte Volksbund Landesgeschäftsführer Matthias Sobotta Herrn Dr. Jörg Osterloh in Bremen. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hatte der Volksbund Dr. Osterloh zu einem Vortrag im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zum „27. Januar – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ eingeladen.

Dr. Jörg Osterloh ist seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main, das sich mit der Geschichte und Wirkung des Holocaust befasst und dabei die NS-Massen-verbrechen als Forschungsschwerpunkt hat. Der Forschungsschwerpunkt von Dr. Osterloh liegt dabei seit vielen Jahren im Themenbereich der sowjetischen Kriegsgefangenen 1941 bis 1945.

Da dieser Themenkomplex in Bremen durch die aktuellen Ausgrabungen auf dem sogenannten „Russenfriedhof“ in Oslebshausen von besonderer Bedeutung ist, waren die Veranstalter sehr froh darüber, dass Herr Dr. Osterloh der Einladung nach Bremen sofort gefolgt ist. So fanden sich am 23. Februar 2022 rund 35 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer im Wall-Saal der Stadtbibliothek ein.

In seinem rund 55-minütigen Vortrag mit dem Titel „Vergessene Opfer – Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen 1941 bis 1945“ ging Dr. Jörg Osterloh auf viele Facetten dieses Themas ein. Nach einer Einleitung zu den rechtlichen Grundlagen der Kriegsgefangenschaft und dem Umgang der Nationalsozialisten mit den verschiedenen Gruppen der Kriegsgefangenen referierte Dr. Osterloh sehr detailliert über das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen. Er machte dabei deutlich, dass die Gruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen gemäß Nazi-Ideologie als „Untermenschen“ betrachtetet wurde und deshalb besonders schlecht behandelt wurde. Die einschlägigen Rechte zum Umgang mit Kriegsgefangenen wurden in aller Regel nicht eingehalten. Verdeutlicht wurden seine Erklärungen durch bedrückende Fotodokumente aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain.

Nach dem Vortrag gab es Gelegenheit Fragen zu stellen. Diese Möglichkeit wurde vom Publikum sehr gut angenommen, so dass sich an den Vortrag noch eine 45-minütige Diskussion anschloss.

Die Besucherinnen und Besucher, Veranstalter und Referent zeigten sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden und blickten auf einen hochinteressanten Vortrag zurück.

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