Flucht und Vertreibung - eine deutsche Streitgeschichte

Vortrag in der Zentralbibliothek Bremen

Der Vortrag, zu dem die Landsmannschaft Ost- & Westpreußen Bremen in Kooperation mit den Bremer Landesverbänden des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Bund der Vertriebenen einlädt, beleuchtet wichtige Etappen des öffentlichen Umgangs mit Flucht und Vertreibung seit der Gründung der Bundesrepublik. Flucht und Vertreibung haben die Biographien von Millionen von Menschen geprägt, sie haben Nachkriegsdeutschland verändert, und sie beschäftigen Politik, Medien und Gesellschaft bis heute. Anders als oft behauptet, waren und sind Flucht und Vertreibung und ihre Folgen kein Tabu in der Bundesrepublik, sondern Gegenstand breiter und kontroverser Auseinandersetzungen.

Dr. habil. Mathias Beer ist Migrationsforscher und Historiker an der Universität Tübingen sowie Inhaber einer Gastprofessur an der Universität Hermannstadt in Rumänien. Aus seiner Feder stammen wichtige Publikationen, darunter die Monografien „Flucht und Vertreibung der Deutschen. Voraussetzungen, Verlauf, Folgen“ (2. Aufl. 2023) sowie „Die Flüchtlingsfrage in Deutschland nach 1945. Geschichte, Forschung, Erinnerung“ (2025). 

Der Bremer Autor und Historiker Dr. Christopher Spatz wird aus eigens für diese Veranstaltung zusammengestellten Zeitzeugenberichten vorlesen. Die Berichte stammen von Flüchtlingen, Vertriebenen, Wolfskindern und Heimatverbliebenen. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik in Oldenburg promovierte Spatz 2015 an der Berliner Humboldt-Universität zur Identität der ostpreußischen Wolfskinder. Er hat die erfolgreiche Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker zur Entschädigung der Wolfskinder durch die Bundesrepublik wissenschaftlich begleitet.

Anmeldung bitte unter Flucht und Vertreibung – Eine deutsche Streitgeschichte - Stadtbibliothek Bremen