Beide Weltkriege thematisch im Fokus im Bremer Rathaus
Los ging es wie gewohnt bereits am Vorabend, am Samstag, 15. November mit der zentralen Gedenkstunde für das Land Bremen in der Oberen Halle des Bremer Rathauses.
Bei der Begrüßung durch den Volksbund Landesvorsitzenden Dietmar Werstler und den Grußworten des Senats durch den noch sehr neu im Amt befindlichen Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles standen die aktuelle weltpolitische Lage und die gesellschaftliche Bedeutung des Gedenktages in der heutigen Zeit im Mittelpunkt.
Der Beitrag von Schülerinnen und Schülern der St. Johannis-Schule handelte von einer Studienreise der Geschichtsleistungskurse nach Reims in Frankreich.
Unter dem Titel „Auf den Spuren der Versöhnung“ berichteten die Schülerinnen und Schüler von ihren Eindrücken der Studienreise nach Reims und was sie dabei über die Gedenkkultur der Franzosen und Deutschen sowohl im Hinblick auf den Ersten als auch auf den Zweiten Weltkrieg gelernt haben.
Die Gedenkrede von Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, dem Leiter des Bremer Staatsarchivs trug den Titel „Vom Erinnern und Vergessen - Wilhelm Kaisen in Flandern 1914“.
Anhand der überlieferten Erfahrungen, die der berühmte spätere Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen als Soldat im Ersten Weltkrieg gemacht hat und durch Zitate aus seinen Feldpostbriefen zeichnete Prof. Elmshäuser ein realistisches Bild des Schreckens von Krieg und Gewalt.
Darüber hinaus stellte er die Unterschiede beider Weltkriege in der Erinnerungs- und Gedenkkultur heraus und erläuterte auch, was die deutsche Erinnerungskultur zum Beispiel von der Gedenkkultur der Briten und Franzosen unterscheidet.
Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung zeichnete sich das Kammerensemble des Marinemusikkorps Wilhelmshaven verantwortlich.