Meldungen aus dem Landesverband Bremen

Neuer Glanz für Grabsteine

Gemeinsamer Pflegeeinsatz vom Volksbund, Bundeswehr-Reservisten und Heimatfreunden Neuenkirchen

Foto: M. Sobotta

Direkt an der Grenze zu Bremen und versteckt in einem Wald liegt die Kriegsgräberstätte Schwanewede-Neuenkirchen.

Hier haben vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ihre letzte Ruhestätte gefunden, die beim Bau des U-Boot-Bunkers Valentin in Bremen-Farge oder bei anderen Projekten aus dem Bereich der Rüstungs- und Lagerlandschaft in der Neuenkirchener Heide zum Einsatz kamen. Die hier Begrabenen überlebten zwar die Ausbeutung durch die Nationalsozialisten, verstarben aber kurz nach Kriegsende. Nach Ihrer Befreiung durch die Alliierten fielen sie den Folgen der schrecklichen Arbeitsbedingungen und Misshandlungen in dem in Neuenkirchen eingerichteten Hospital doch noch zum Opfer.

Regelmäßig wird diese Kriegsgräberstätte durch Mitglieder der Heimatfreunde Neuenkirchen gepflegt, aber trotz des großen Engagements können nicht immer alle Arbeiten geschafft werden.

So trafen sich am 9. Oktober 2021 nun Mitglieder der Heimatfreunde mit Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr aus der Umgebung, um gemeinsam weitere Pflegearbeiten durchzuführen. Organisiert wurde dieser Pflegeeinsatz durch den Landesverband Bremen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Mit vereinten Kräften gelang es in kurzer Zeit u. a., alle Grabsteine von Moos und Schmutz zu befreien und die Inschriften so wieder deutlich lesbar zu machen. Nach der Reinigung der Grabsteine versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer kleinen Gedenkzeremonie und legten Blumen nieder.

Nach einer kleinen Stärkung gab es noch einen Bildungsprogrammpunkt. Harald Grote, der Leiter der Sparte Gedenkstättenarbeit, bei den Heimatfreunden Neuenkirchen führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Baracke Wilhelmine. In diesem Dokumentations- und Lernort und seiner Ausstellung erfuhr man dann viele interessante Informationen und Details zur Historie des Ortes und der Umgebung. 

Dieser Programmpunkt rundete den gelungenen Tag ab und sorgte dafür, dass die Unterstützerinnen und Unterstützer des Pflegeeinsatzes die Geschehnisse, die zur Entstehung der Kriegsgräberstätte führten, historisch einordnen konnten.

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