Bundesweit erinnern Gewerkschaften und Friedensinitiativen am 1. September an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Auch in diesem Jahr legten der DGB Stadtverband Bremerhaven und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Bremerhaven aus diesem Anlass im Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und aktueller militärischer Konflikte Kränze am Mahnmal vor der Großen Kirche in Bremerhaven nieder.
Die Vorsitzende des Volksbund-Kreisverbandes Bremerhaven, Monica Roesberg-Sturmheit, erinnerte in ihrer Rede nicht nur an die Schrecken der beiden Weltkriege, sondern auch an aktuelle innere und äußere Bedrohungen, die ein entschlossenes Eintreten der Bürgerinnen und Bürger für die demokratischen Grundwerte erfordern.
Besonders wies sie dabei auf die Bedeutung der Arbeit des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Ausgleich mit den ehemaligen Kriegsgegnern hin; immer noch werden jährlich ca. 10.000 Tote, hauptsächlich des Zweiten Weltkrieges gefunden. Der Volksbund arbeitet daran, die Identität der Toten zu klären und ihnen ein würdevolles Grab zu geben. Bei der Pflege der Kriegsgräberstätten im Rahmen der Workcamps des Volksbundes treffen sich Jugendliche aus vielen Ländern und leisten wichtige Versöhnungsarbeit.
In Bremerhaven pflegen Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Kriegsgräber auf dem Friedhof in Geestemünde. Auf der dortigen Kriegsgräberstätte sind unter anderem Opfer des verheerenden Bombenangriffs vom 18. September 1944 beigesetzt. 618 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben. Durch ihre Arbeit erfahren die Schülerinnen und Schüler hautnah, was Krieg für die Menschen bedeutet.
Der Antikriegstag wurde auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes ins Leben gerufen und findet seit 1957 statt.